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Neues Pflegenetzwerk für beschützte Stationen in Niedersachsen

14 Kliniken für Psychiatrie und Psychosomatik in Niedersachsen haben gemeinsam den Beschluss gefasst, ein wegweisendes Pflegenetzwerk für beschützte Stationen ins Leben zu rufen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Auftaktveranstaltung zur Gründung eines Pflegenetzwerkes für beschützte Stationen in Niedersachsen setzten einen Rahmen für die Gründung. (Fotos: Wahrendorff)

14 Kliniken setzen Zeichen für gute Versorgung und Abbau von Vorurteilen
– Niedersachsens Psychiatrien vereinen sich in neuem Pflegenetzwerk für geschützte Stationen –

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 14 Kliniken für Psychiatrie und Psychosomatik in Niedersachsen haben gemeinsam den Beschluss gefasst, ein wegweisendes Pflegenetzwerk für beschützte Stationen ins Leben zu rufen. Zum Auftakt haben sich die ersten interessierten Kliniken Ende November im Wahrendorff Klinikum in Sehnde/Köthenwald getroffen. Weitere Einrichtungen sind eingeladen, sich dieser Initiative anzuschließen. Im Frühjahr 2024 soll die konstituierende Sitzung stattfinden.

Wenn Menschen aufgrund einer psychischen Erkrankung eine Gefahr für sich selbst oder Dritte darstellen, kann eine Unterbringung in der Psychiatrie notwendig werden. Die rechtlichen Grundlagen hierzu finden sich in den jeweiligen Psychisch-Kranken-Gesetzen (PsychKG) der einzelnen Bundesländer. Das Pflegenetzwerk beschützter Stationen in Niedersachsen möchte in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein schärfen, für die Menschen, die in einer geschützten und beschützten Station im psychiatrischen Kontext behandelt werden. Ziel ist es, Vorurteile abzubauen. Oftmals fallen diese Patientinnen und Patienten durch bestehende Raster in der psychiatrischen Versorgung. In der Notfall- und Intensivpsychiatrie sind Pflegende mit besonderen Herausforderungen konfrontiert. Die häufigsten Störungsbilder finden sich in der Regel bei Selbst- oder Fremdgefährdung aus dem Kreis der Psychosen, affektiven Störungen, Abhängigkeitserkrankungen. Zwangs- und Persönlichkeitsstörungen.

„Psychiatrische Fachkrankenhäuser, Kliniken für Psychiatrie an Allgemeinkrankenhäusern und Universitätsklinika erfüllen nahezu durchgehend einen regionalen Pflichtversorgungsauftrag und nehmen in der wohnortnahen Versorgung von Menschen mit psychischen Erkrankungen eine zentrale Rolle ein. In allen beteiligten Organisationen leisten die Mitarbeitenden hervorragende Arbeit. In Zeiten von Fachkräftemangel, Zeit- und Ressourcen-Knappheit ist es sinnvoll, sich zusammenzuschließen und das vorhandene Wissen zu bündeln“, freut sich Cordula Schweiger, Pflegedirektorin am Wahrendorff Klinikum und Gastgeberin der Auftaktveranstaltung, über die Gründungsinitiative zum Pflegenetzwerkverbund. Problemstellungen sollen gemeinsam im regelmäßigen Austausch strukturiert bewältigt und Projekte gemeinsam angestoßen werden. Best Practices sollen auch von Kooperationspartnern adaptiert werden können.

Teilnehmer der Gründungsinitiative sind:

Ameos Kliniken Hildesheim und Osnabrück | Asklepios Fachklinikum Göttingen | AWO-Psychiatriezentrum Königslutter | Burghof-Klinik Rinteln | Dr. Fontheim Liebenburg | Euregio-Klinik Nordhorn | Heidekreis-Klinikum Walsrode | KRH Psychiatrie Langenhagen und Wunstorf | Medizinische Hochschule Hannover | Psychiatrische Klinik Lüneburg | Städtisches Klinikum Braunschweig | Wahrendorff Klinikum

Pressemitteilung und Downloads

Pressemitteilung Neues Pflegenetzwerk für beschützte Stationen in Niedersachsen
Pressefoto Gründungsinitiative Pflegenetzwerk
Pressefoto Gruppe Pflegenetzwerktreffen

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