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Neujahrsempfang 2026: Seelische Gesundheit im Fokus

Ein Höhepunkt des Neujahrsempfangs war NEO, ein neuer sozialer Roboter, der derzeit im Therapiebereich „Seelische Gesundheit im Alter“ sein Trainee-Programm durchläuft. NEO ist Teil eines KI-Versuchslabors im Klinikum.
Holger Stürmann, Timo Rittgerodt und Martin Leben begrüßten mit NEO 200 Gäste im Wahrendorff Klinikum Köthenwald (Foto: Wahrendorff/Helge Krückeberg)

Rück- und Ausblick auf Versorgung, Innovation und gesellschaftliche Verantwortung
– Seelische Gesundheit im Fokus – und ein Roboter als Überraschungsgast –

Mit klarem Fokus auf Versorgung, Innovation und Verantwortung startete das Klinikum Wahrendorff ins Jahr 2026. Beim Neujahrsempfang am Sonntag, dem 25. Januar, hießen die Geschäftsführer Holger Stürmann und Timo Rittgerodt zusammen mit Martin Leben, Geschäftsführer der Dr. med. Ernst-August Wilkening Pflegeheime, rund 200 Gäste aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft unter der Turrell-Kuppel des Klinikums in Köthenwald willkommen.

Im Mittelpunkt standen die aktuellen gesundheitspolitischen Rahmenbedingungen. Geschäftsführer Holger Stürmann betonte den anhaltenden Fachkräftemangel und die ungebrochen hohe Nachfrage nach Angeboten für seelische Gesundheit. Auch 2025 stieg die Belegung von Plätzen und Betten erneut – ein deutliches Zeichen für die wachsende Bedeutung von psychiatrischer Versorgung, Eingliederungshilfe und Pflege.

Neue Angebote für seelische Gesundheit: direkt, digital, innovativ

Wahrendorff reagiert auf den wachsenden Bedarf und baut sein Angebot stetig aus. Der Fokus liegt auf leicht zugänglichen, ambulanten Strukturen. Im vergangenen Jahr kamen unter anderem diese Angebote hinzu:

  • ADHS-Spezialambulanz für Erwachsene
  • Ambulanz für Trauerbewältigung
  • VR-gestützte Therapieambulanz bei spezifischen Ängsten
  • Spätambulanz in Linden für Berufstätige mit psychischen Erkrankungen, geöffnet bis 20 Uhr

Auch 2026 bleibt die Weiterentwicklung im Blick: Die Tagesklinik am Welfenplatz in Hannover, eine der größten bundesweit, wird erneut erweitert. Neue ambulante Angebote sind in Planung, und Wahrendorff will sich aktiv an einem möglichen Gesundheitscampus in Lehrte beteiligen.

NEO erobert das Klinikum: Der kleine Roboter mit großer Wirkung

Ein Höhepunkt des Neujahrsempfangs war NEO, ein neuer sozialer Roboter, der derzeit im Therapiebereich „Seelische Gesundheit im Alter“ sein Trainee-Programm durchläuft. NEO ist Teil eines KI-Versuchslabors im Klinikum, zu dem auch Kalle, ein Reinigungsroboter, und Elli, eine Roboterin, die Besucher zu den Stationen führt, gehören. Als Socialbot soll NEO Gespräche erleichtern, den Zugang zu Angeboten vereinfachen und eine positive Atmosphäre schaffen.

Wohnen und Campusentwicklung: Nachhaltigkeit und digitale Teilhabe

Wahrendorff erfindet sich stetig neu – in Technik und Bauweise. Timo Rittgerodt berichtete von beeindruckenden Fortschritten in der Eingliederungshilfe. Der Campus wandelt sich kontinuierlich: 2025 setzt Wahrendorff Wohnen mit der Sanierung des Wernerhauses ein nachhaltiges Zeichen für modernes Wohnen. Junge Erwachsene mit seelischen Behinderungen finden hier ein zeitgemäßes Zuhause mit Komfort und besonderen Angeboten.

Am größten Standort der Dr. med. Ernst-August Wilkening Pflegeheime in der Wolfstraße in Hannover entstand eine neue Erlebnis- und Bewegungswelt. Sie umfasst hochmoderne Fitnessgeräte, die Bewohnerinnen, Bewohnern und Mitarbeitenden Bewegung und Lebensfreude ermöglichen. Rittgerodt betonte, dass dieses Projekt die Teilhabe und Lebensqualität weiter stärkt.

Das Projekt „WLAN Wohnen“ verlangte Investitionen in Millionenhöhe und großen personellen Einsatz. Es schafft digitale Perspektiven und fördert die Teilhabe der Bewohnerinnen und Bewohner. Der flächendeckende WLAN-Ausbau stellte eine logistische Meisterleistung dar: 65 Gebäude wurden ausgestattet, 450.000 Quadratmeter Fläche ausgeleuchtet, 40 Kilometer Datenkabel verlegt, 560 DECT-Antennen und über 700 Access Points installiert. Zudem stellte man 600 Protectortelefone bereit und band täglich rund 2.300 Nutzerinnen und Nutzer an, so Rittgerodt.

Blick nach vorn: Ausbau, Gesundheitscampus und Dorffküche 2026

Ab 2026 will Wahrendorff kräftig in die Neugestaltung der Dorffküche in Sehnde investieren. Ein Neubau für 60 bis 70 Mitarbeitende soll die Ernährung als einen zentralen Bestandteil der therapeutischen Arbeit weiter stärken.

„Eingliederungshilfe dient keinem Selbstzweck“, betonte Rittgerodt. Das Ziel bestehe darin, mit klugen und passgenauen Angeboten ein Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen – ganz im Sinne des Wahrendorff-Modellprojekts „Leinen los, statt Anker setzen“, das derzeit auch über die Landesgrenzen hinaus Aufmerksamkeit erhält.

Pressemitteilung und Downloads

Pressemitteilung Neujahrsempfang 2026
Pressefoto Neujahresempfang 2026

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