Wahrendorff Blog

Fußballgott Carsten Linke: Sport als Teil von Heilung

Carsten Linke ist Aufsichtsrat bei Hannover 96. Wer in Hannover über ihn spricht, nennt ihn bis heute oft einfach „Fußballgott“. Was viele nicht wissen, er ist im Klinikum Wahrendorff als Sporttherapeut tätig. Interessanter und leidenschaftlicher Weg. Reinhören lohnt sich!

innolethix Podcast: impact ix. | #030 96’s Fußballgott über Fußball, Führung und Wirkung: Was wirklich bleibt 
– Direkt Anhören und Reinschauen: Youtube | Spotify

Vom Fußball in die Psychiatrie: Vielleicht der überraschendste Teil der Folge ist Carsten Linkes heutige Arbeit im Klinikum Wahrendorff
(Auszug aus dem Blog innolethix):

Nach seiner Karriere arbeitete er zunächst weiter im Fußballumfeld – unter anderem im Management bei Hannover 96 und Carl Zeiss Jena. Doch irgendwann kam ein Bruch: Freistellungen, Unsicherheit, Neuorientierung. Dann ergab sich die Möglichkeit, im Klinikum Wahrendorff im Bereich Sporttherapie zu arbeiten. Auf den ersten Blick wirkt dieser Wechsel ungewöhnlich: vom Bundesliga-Stadion in die Psychiatrie.

Doch je länger das Gespräch dauert, desto logischer erscheint er. Denn viele Kompetenzen aus dem Mannschaftssport sind dort plötzlich hochrelevant:

  • Gruppendynamik
  • Motivation
  • Struktur
  • Umgang mit Rückschlägen
  • Gemeinschaftserleben
  • Vor allem aber:
    Menschen wahrnehmen.

Sport als Teil von Heilung

Besonders eindrücklich beschreibt Carsten die Wirkung von Bewegung auf psychische Gesundheit.

Menschen mit Depressionen erleben häufig:

  • Rückzug
  • Antriebslosigkeit
  • Verlust von Selbstwertgefühl
  • Isolation

Sport kann hier auf mehreren Ebenen helfen:

  • Körperlich: Bewegung aktiviert den Organismus und beeinflusst neurochemische Prozesse positiv.
  • Psychologisch: Menschen erleben wieder Selbstwirksamkeit. Kleine Fortschritte werden sichtbar.
  • Sozial: Sport bringt Menschen in Kontakt mit Gruppen und Gemeinschaft.

Im Klinikum Wahrendorff wurde dieser Ansatz über Jahre weiterentwickelt, unter anderem:

  • therapeutisches Boxen
  • Klettern
  • Fußball
  • Fitnessprogramme
  • Bewegungsgruppen

Dabei geht es nicht um Leistung im klassischen Sinn. Sondern darum, Menschen wieder positive Erfahrungen mit sich selbst zu ermöglichen.

Weitere Informationen:

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