Safe-Assessment – Das Gewaltschutzkonzept bei Wahrendorff Professioneller Umgang mit Gewalt, Gewaltprävention und Deeskalation in der Begleitung, Behandlung und Versorgung
Projektbeschreibung
In Wahrendorff wird das gesamte Spektrum psychiatrischer und psychosomatischer Erkrankungen behandelt. Menschen mit seelischen und geistigen Behinderungen finden hier vielfältige Wohn- und Betreuungsmöglichkeiten. Um einen sicheren Raum für unsere Schutzbefohlenen sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schaffen, erarbeitet eine interdisziplinäre Projektgruppe ein Gewaltschutzkonzept: Safe-Assessment.
Safe-Assessment gibt allen Unternehmensbereichen Wahrendorffs einen übergeordneten Rahmen. Zugleich bleibt es flexibel genug, um den bereichsspezifischen Anforderungen und den Besonderheiten der vielfältigen Arbeitsbereiche gerecht zu werden. Dabei bleibt der Blick auf alle Menschen in Wahrendorff ganzheitlich.
Ziel ist der ausdrückliche Schutz aller behandelten und betreuten Menschen, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie weiterer Personen, die in Wahrendorff tätig sind. Safe-Assessment soll das Sicherheitserleben aller Beteiligten erhöhen und Gewalt im Idealfall vollständig verhindern, bevor sie überhaupt entsteht. Das Konzept bietet einen strukturierten Rahmen, um die Sicherheit in der Versorgung und Begleitung zu stärken, professionell mit Herausforderungen umzugehen und betroffene Menschen im Rahmen der Nachsorge zu unterstützen. Es werden bereits bestehende Maßnahmen im Bereich der Prävention, Intervention und Nachsorge bereichsübergreifend zusammengeführt, um einen einheitlichen Standard zu schaffen.
Die Einführung wird wissenschaftlich evaluiert. In anonymen Umfragen werden hierfür alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter befragt. Vor der Umsetzung erster Maßnahmen im Rahmen des Safe-Assessments fand die Ausgangserhebung statt. Diese wird im zweijährlichen Rhythmus wiederholt. Mithilfe der Umfrage soll herausgefunden werden, inwiefern Safe-Assessment das Sicherheitserleben, strukturelle Risiken sowie Aspekte der Prävention, Intervention und Nachsorge verbessern kann. Erhoben wird zudem das Gewalterleben sowie von wem die Gewalt ausgegangen und wer davon betroffen ist. Dabei werden unterschiedliche Gewaltformen (z. B. psychisch, physisch, Gewalt gegen Gegenstände usw.) berücksichtigt.
Projektzeitraum
01/2025 – laufend
Projekt-Ansprechpartnerinnen

Cordula Schweiger
Pflegedirektorin
cordula.schweiger–at–wahrendorff.de

Dörte Taubald
Traumazentrierte Fachberaterin
doerte.taubald–at–wahrendorff.de

Katrin Friedrich
M.A. Soziologie
katrin.friedrich–at–wahrendorff.de
Bisherige Veröffentlichungen zu diesem Projekt
Paper
Taubald, D., Schweiger, C. & Friedrich, K. (2026). Safe-Assessment: Ein institutionelles Gewaltschutzkonzept. In Region Hannover (Hrsg.), Sozialpsychiatrischer Plan 2026: Gewalt und Gewaltschutz in der Sozialpsychiatrie – im Spannungsfeld zwischen Beteiligung, Schutz und Recht (31–35).
Symposien / Vorträge
Schweiger, C., Taubald, D. (2026). Psychologische Sicherheit als Führungsaufgabe – Safe Assessment im psychiatrischen Krankenhaus. Beitrag im Rahmen vom Fachkongress: „Sicherheitskonzepte für Krankenhäuser?“ des Management Forum Starnberg GmbH, Würzburg.