Das Fachkrankenhaus für die Seele
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27. Mai 2018

Zukunftstag im Klinikum Wahrendorff

Von den 50 Schülern, die von 9:00 - 15:00 Uhr mehr über das Klinikum Wahrendorff und unsere Arbeit kennen lernen wollten, waren fast die Hälfte die Kinder unserer Mitarbeiter. Es war toll zu erleben, wie motiviert und neugierig diese mitmachten. Vieles wurde mit Begeisterung ausprobiert. Die Kinder haben sehr aufrichtig und ernsthaft zugewandt mit den Bewohnern gearbeitet und gesprochen – sehr klasse! Wir sind stolz.

Heide Grimmelmann-Heimburg

Dr. Rainer Brase

Die Bewohnerin Petra F. erklärt dem 16 jährigen Iman, was und wie die Aufgabe zu erledigen ist.
Die Bewohnerin Petra F. erklärt dem 16 jährigen Iman, was und wie die  Aufgabe zu erledigen ist.

Als wir das Kontingent für den diesjährigen Zukunftstag auf 40 Plätze begrenzten, wussten wir noch nichts von der großen Nachfrage, die auf uns zukommen würde. 

Schließlich konnten wir 50 Schülerinnern und Schülern einen Platz anbieten, während wir leider genauso vielen Interessierten absagen mussten.

25 Mädchen und 25 Jungs im Alter von 10 bis 16 Jahren erlebten einen Tag hinter den Kulissen der „Psychiatrie“ und lernten die unterschiedlichen sozialen Berufsbilder kennen, die sich im Klinikum zusammenfinden. Erschienen sind Schüler und Schülerinnen, vorwiegend aus den umliegenden Schulen im Alter zwischen 10 und 16. Fast die Hälfte sind Kinder von Mitarbeitenden oder deren Familienmitgliedern. Lilian (12), Marie (15) und Jason (12) wollten wissen, was Mama hier macht. Marie ist sogar öfter hier, weil ihre Mutter in der TK Geronto arbeitet. Viele der älteren Menschen, die dort betreut werden, freuen sich, wenn sie Mama abholen kommt und noch ein bißchen mit ihnen plaudert.

Der Tag im Klinikum Wahrendorff beginnt für die Schüler mit einem kurzen Film über die Einrichtung. Danach begrüßt Prof. Ziegenbein, Chefarzt und ärtzlicher Direktor. Er fragt, wessen Familie im Klinikum Wahrendorff arbeitet – fast die Hälfte der Finger geht hoch. Frau Kath stellt danach den Tagesablauf vor und was die Kinder erwartet. Es startet mit 4 Kleingruppen, in denen die Kinder sich und ihre Erwartungen vorstellen. Die Motivation ins Klinikum Wahrendorff zu kommen ist unterschiedlich: Kevin (10) interessiert sich für kranke Menschen, Matilda (12) lebt im Nachbardorf Höver und begegnet vielen Bewohnern, so dass sie neugierig darauf ist zu sehen und zu erfahren wie es „hier drin“ ist. Aber auch Lehrer gaben den Tipp für den Zukunftstag ins Klinikum zu gehen.

Die Heilerziehungspflegeklasse (HEP) des 2. Ausbildungsjahres an der APS – Akademie für Pflege und Soziales, der Tochterfirma des Klinikums, hat den Tag zusammen mit Mitarbeitenden und Führungskräften vorbereitet. Die HEP-Schüler haben einige Kennenlernspiele aber auch Fragen vorbereitet, z.B. wer denkt, dass die Menschen hier hinter verschlossenen Türen leben, die meisten älter als 50 oder gar gefährlich sind. Die Schüler stehen auf oder bleiben sitzen, um ihre Einschätzung anzuzeigen. 9 von 10 in der einen Runde bleiben stehen, als die Frage nach einem Berufswunsch im sozialen Bereich kommt. Die meisten begründen es mit dem Wunsch mit Menschen arbeiten zu wollen.

Eine Schülergruppe ist danach aktiv im Bereich der Tagesstrukturierenden Angebote. Für Menschen, die im Klinikum Wahrendorff leben gibt es die Möglichkeit arbeiten zu gehen, um den Tag sinnvoll zu füllen, einen Grund zu haben aufzustehen, andere Menschen zu treffen und etwas zu tun zu haben, was anerkannt wird – Selbstwertstärkend!

Die Ergotherapeutin Carina Gärtner erläutert den Schülern, was hier im Moment der Auftrag für eine externe Firma ist: Kartons zu falten, in die Nahrungsergänzungsmittel in festgelegter Anzahl befüllt werden und diese am Ende etikettieren und verschweißen. Das sind verschiedene Arbeitsschritte, die je nach Fähigkeit der Bewohner in kleinere Aufgabenteile zerlegt werden.

Die Bewohnerin Petra F. erklärt dem 16 jährigen Iman, was und wie die  Aufgabe zu erledigen ist. Sie achtet sehr genau darauf, dass es ordentlich gemacht wird und ist mit dem Ergebnis sichtlich zufrieden. Strahlend lobt sie ihn für das Ergebnis. Das ist ganz anders, als Iman sich das hier heute vorgestellt hat und er war nicht sicher, ob er sich traut mit den Bewohnern zu sprechen – auf einmal ist es ganz leicht. Die beiden lächeln sich an.

Die Gruppe wird begleitet von der HEP-Auszubildenden Jaqueline Priebe. Bereits die nächste Mitarbeiter-Generation, weil ihre Mutter auch Mitarbeitende im Klinikum Wahrendorff ist.

Ihr Team des Zukunftststages

Das Klinikum Wahrendorff heißt Sie herzlich willkommen!

Unser Fachkrankenhaus für die Seele ist seit über 150 Jahren für die Einwohner der Stadt und Region Hannover sowie von Stadt und Landkreis Celle da. Alle seelischen Leiden und Erkrankungen sind bei uns in guten Händen. Wir sind ein privat geführtes psychiatrisches und psychosomatisches Fachkrankenhaus.

Im Klinikum Wahrendorff gibt es zwei Fachkliniken. Die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie und die Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

Zur Psychiatrie gehören die Fachbereiche Allgemeinpsychiatrie, Seelische Gesundheit im Alter (Gerontopsychiatrie), Suchtmedizin und das Zentrum für Transkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie. Hier sind wir speziell für Menschen, die aus anderen Ländern kommen, da. Wir haben jedes Lebensalter im Blick: Für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren gibt es ein Behandlungskonzept, das die besonderen Entwicklungs- und Lebensumstände in dieser Phase berücksichtigt.

Betreut werden die Patienten auf den Stationen in der Klinik, in den Psychiatrischen Institutsambulanzen und den Tageskliniken an verschiedenen Standorten. Bei uns kann man also stationär über einen gewissen Zeitraum aufgenommen werden oder sich ambulant behandeln lassen. Das heißt, man wohnt zuhause und kommt nur tagsüber in die Tagesklinik.

Die Psychosomatik im Klinikum Wahrendorff besteht aus der Psychosomatischen Medizin mit dem Schwerpunkt Depression und Burnout. Psychosomatik meint alle Leiden und Krankheiten, die von der Psyche, der Seele, ausgelöst werden und sich in körperlichen Leiden zeigen. Ein Traumazentrum ergänzt die Kompetenz mit speziellen Angeboten für Patienten mit einem seelischen Trauma, z.B. nach einem Gewaltverbrechen oder einem Unfall. Auch in der Psychosomatik können die Patienten in Stationen, Ambulanzen oder auch in Tageskliniken aufgenommen werden, z.B. in der Psychosomatischen Tagesklinik in der Gartenstraße in Hannover. Außerdem haben wir die deutschlandweit erste Tagesklinik für Männer im Standort Ilten.

Neben der Akutbehandlung im Krankenhaus oder einer der Tageskliniken bieten wir Eingliederungshilfe an. Wir ermöglichen Menschen mit seelischen, geistigen und / oder mehrfachen Behinderungen Wohn- und Lebensperspektiven in Hannover und der Region. In unseren verschiedenen Heimbereichen bieten wir unseren Bewohnern eine individuelle und fachlich qualifizierte Betreuung.

Im Mittelpunkt unserer Behandlung steht immer der Mensch. Deshalb haben wir Behandlungskonzepte für verschiedene Lebensalter, für Männer und Frauen, für Menschen aus anderen Ländern und für Menschen mit besonderen Beeinträchtigungen (wie etwa Trauma) entwickelt. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, die bestmögliche Behandlung und Wiedereingliederung psychisch erkrankter Menschen in ein selbstbestimmtes und selbständiges Leben zu begleiten und zu fördern. 

Das Klinikum Wahrendorff bildet aus

Eine abgeschlossene Ausbildung ist die wichtigste Grundlage für die weitere berufliche Zukunft. Bildung, Ausbildung sowie Weiterbildung werden immer wichtiger. Wir fördern lebenslanges Lernen.

Im Klinikum Wahrendorff erhalten über 100 Auszubildende eine hochwertige Berufsbildung in verschiedenen Bereichen.

Das Klinikum Wahrendorff ist der größte regionale Arbeitgeber und einer der wichtigsten Ausbildungsbetriebe der Region. Die meisten Auszubildenden lernen und arbeiten in der Gesundheits- und Krankenpflege, in der Altenpflege oder in der Heilerziehungspflege. Außerdem bietet das Klinikum Wahrendorff folgende Berufsausbildungen an: Kaufmann/-frau im Gesundheitswesen, Kaufmann/-frau im Büromanagement, Gärtner/in, Maler/in und Lackierer/in, Florist/in und Fachinformatiker/in.

Für mehr Toleranz und Miteinander!

Konzerte, Tanz, Theater und Basare: Kultur bringt uns zusammen. Die Begegnungen und Gespräche zwischen Mitarbeitern, Anwohnern und Bewohnern sind grundlegend für gegenseitiges Verständnis und Toleranz. So entsteht ein gelingendes Miteinander. Musikalische Veranstaltungen und Basare sind angenehme Begegnungsräume. Hier erleben wir, dass es normal ist, verschieden zu sein.

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