Das Fachkrankenhaus für die Seele
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28. April 2017

Wer wir sind - Das Traumazentrum

Willkommen im Traumazentrum des Klinikums Wahrendorff. Die Klinik für Trauma und Psychotherapie ist angegliedert an das Traumazentrum des Klinikums Wahrendorff und gehört zum Fachbereich Psychosomatische Medizin und Psychotherapie.

Die  Einrichtung ist auf die Behandlung von Traumafolgestörungen nach Gewalterfahrung bzw. einschneidenden Lebensereignissen spezialisiert.

Mit einem hoch spezialisierten psychotherapeutischen Angebot richten wir uns an Menschen mit einfachen und komplexen posttraumatischen Belastungsstörungen. Wir wollen Menschen mit traumatischen Erfahrungen schnelle Hilfe anbieten und arbeiten dabei mit einer wohlwollenden und wertschätzenden Grundhaltung, in der der Patient stets die Kontrolle über den therapeutischen Prozess behält.

Die Behandlung gliedert sich in zwei Phasen:

  1. In der Stabilisierungsphase geht es um die Vermittlung von Informationen, Förderung von Ressourcen und dem Erlernen von Stresstoleranz-Skills.
  2. In der Traumakonfrontation werden die traumatischen Erlebnisse durchgearbeitet und integriert.

Dieses Behandlungsprogramm richtet sich auch an Patienten mit Störungen im Bereich der Emotionsregulation, welche sich in suizidalen Krisen, selbstverletzendem Verhalten oder Substanzmissbrauch zeigen. Hierzu integrieren wir Elemente aus der Dialektisch-Behavioralen Therapie nach Marsha Linehan.

Die Patienten führen ein Symptomtagebuch, in das suizidale Gedanken, Spannungszustände, Drogenkonsum, weitere dysfunktionale Verhaltensweisen, aber auch Skills-Anwendungen und positive Tagesereignisse eingetragen werden. Durch Verhaltensanalysen sollen die Betroffenen Einsicht in den Spannungsaufbau erhalten und lernen, das im Fertigkeitentraining Gelernte in Handlungspläne einzubauen. Nach selbstverletzendem Verhalten oder Suizidversuchen werden die Patienten gebeten, solche Analysen selbst anzufertigen.

Voraussetzung für die evtl. Bearbeitung eines Traumas in einem zweiten Therapieabschnitt ist, dass die Patienten gelernt haben, emotionale Krisen, Spannungszustände und Dissoziationen durch die gelernten Fähigkeiten selbst zu regulieren. Die Patienten werden angeleitet, sich einen individuellen "Notfallkoffer" einzurichten, in dem wichtige Hilfsmittel zur Spannungsreduktion aufbewahrt werden. Die Patienten erhalten außerdem Formulare, auf denen die gelernten Fähigkeiten eingetragen sind und protokollieren, welche Fertigkeiten sie mit welchem Erfolg geübt haben.