Das Fachkrankenhaus für die Seele
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18. November 2019

Forschung und Entwicklung

Wer wir sind

Wir sind die Forschungsabteilung „Neue Versorgungskonzepte – Forschung & Entwicklung“ im Klinikum Wahrendorff und arbeiten zu aktuellen Entwicklungen in der Psychiatrie und Psychosomatik. Dabei nehmen wir moderne Behandlungs- und Versorgungskonzepte in unsere Arbeit auf und entwickeln darüber hinaus eigene und völlig neue Lösungen für unsere Patienten und Bewohner. Unser interdisziplinäres Team besteht aus mehreren Mitarbeiterinnen aus den Bereichen Medizin, Soziologie und Psychologie.

Was ist die Aufgabe?

Wir erarbeiten neue Ansätze, um Menschen optimal auf ihrem Genesungsweg zu unterstützen. Gleichzeitig möchten wir unseren Kollegen ermöglichen, so flexibel und individuell wie möglich auf die Bedürfnisse von Menschen in seelischen Krisen eingehen zu können. Wir wollen wissen, was den größten Beitrag zum Genesungserfolg leistet.

Um dies herauszufinden, werten wir Behandlungsergebnisse aus, betrachten Verläufe und Erfolge und entwickeln neue Ideen. Außerdem versuchen wir herauszufinden, wie es für unsere Patienten weiter geht, wenn sie ihre Behandlung bei uns beendet haben. Unser Ziel dabei ist, mögliche Lücken in der Versorgung zu finden und diese durch neue Ideen zu schließen.

Wir verfolgen dabei unter anderem die Ziele:

  • Unsere bestehenden Behandlungsmöglichkeiten zu verbessern und auszubauen, um unseren Patienten möglichst breit gefächerte Angebote anbieten zu können.
  • Mögliche Lücken zu schließen, indem Angebote ausgebaut und Überleitungen verbessert werden.
  • Innovative Lösungsansätze zu entwickeln, die die Lebensqualität verbessern und die Belastung durch Symptome vermindern.
  • Weitere Wege für unsere chronisch kranken Patienten zu finden, damit sie sich als ein aktives Mitglied der Gesellschaft erleben.

Eine Auswahl unserer Themenschwerpunkte

Messung von Behandlungserfolgen

Elektronisch gestützte Standard-Diagnostik, die uns einen Überblick über das Beschwerdebild von allen Patienten ermöglicht.

Die Versorgung in den Psychiatrischen Institutsambulanzen (PIA)

Auf welche Weise trägt die Versorgung in der PIA dazu bei, häufige stationäre Aufenthalte zu vermeiden?

Wo gibt es derzeit noch Schwierigkeiten? Vor allem: wo können wir unser Angebot noch weiter verbessern, um es auf die Bedürfnisse und Wünsche unserer Patienten abzustimmen?

Wirksamkeit spezifischer therapeutischer Angebote

Geschlechtsspezifische Ansätze: Depression bei Männern. Inwieweit kann unser spezifisches Angebot dabei unterstützen, eine bedarfsgerechte Versorgung für verschiedene Äußerungen einer Depressionen zu gewährleisten?

Positive Entwicklungen bei chronischen psychiatrischen Erkrankungen

Was trägt zur Stabilisierung bei chronischen Krankheitsverläufen bei? Wie können wir diese Erkenntnisse nutzen, um zusätzliche Angebote im Heimbereich zu entwickeln?  

Wir arbeiten mit anderen Forschungseinrichtungen und Kliniken zusammen, um gegenseitig Erfahrungen auszutauschen und neue Erkenntnisse zu gewinnen.

Derzeit bestehen Kooperationen mit folgenden Einrichtungen

  • Ludwig-Maximilians-Universität München, Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Medizinische Universität Wien, Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
  • Privat-Nerven-Klinik Dr. med. Kurt Fontheim
  • MH Hannover
    • Klinik für Psychiatrie, Sozialpsychiatrie und Psychotherapie, Forschungsgruppe Soziale und Transkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie
    • Zentrum für Öffentliche Gesundheitspflege

  • Hochschule Hannover, Fakultät V - Diakonie, Gesundheit und Soziales
  • Region Hannover, Fachgruppe Soziale Wiedereingliederung
  • Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)
    • Teilnahme am Projekt „Versorgungsindikatoren in Psychiatrie und Psychosomatik (VIPP)“
    • Referat für Gemeindepsychiatrie
    • Referat Interkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie, Migration
    • Referat Psychosoziale Versorgungsforschung

  • European Psychiatric Association, Section Epidemiology and Social Psychiatry  


Wir bieten regelmäßig Praktikumsplätze für Studierende der Studienrichtungen Psychologie, Sozialwissenschaften, Soziologie, Medizin, Gesundheitswissenschaften und Medizinisches Informationsmanagement an.

Bei Interesse besteht auch die Möglichkeit der Vergabe von Bachelor- und Masterarbeitsthemen.

Bereits entstandene Abschlussarbeiten

  • Liegen bei türkischen und deutschen Patientinnen und Patienten kulturelle Unterschiede hinsichtlich ihrer sozialdienstlichen Anliegen in einer psychiatrischen Tagesklinik vor?
  • Resilienz bei chronischen Krankheitsverläufen
  • Krankenhäuser im Web 2.0: Wie werden Social Media von deutschen und US-amerikanischen Krankenhäusern genutzt?
  • Einfluss der Symptomreduktion auf den Grad der Patientenzufriedenheit?

Weitere mögliche Themengebiete

  • Selbstkonzept und Akkulturation
  • Erlebte Diskriminierung und Akkulturation
  • Psychometrische Testverfahren in der interkulturellen Psychiatrie
  • Geschlechtsspezifische Ansätze: Depression bei Männern. Einfluss von Geschlechterrollenorientierung, Stress, Persönlichkeit
  • Versorgungsrelevante Indikatoren in der Psychiatrie und Psychosomatik (VIPP), Projekt der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN)
    • Zusammenhang von soziodemografischen Aspekten und Nervenarztdichte
    • Regionale Unterschiede/Verteilung der Nervenarztdichte
    • Einbeziehung verschiedener Faktoren, z.B. Migration

  • Stichtagserhebung: somatische Komorbiditäten bei psychischen Erkrankungen
  • Überleitung in die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA)  


Bei Interesse melden Sie sich gerne schriftlich oder telefonisch.