Das Fachkrankenhaus für die Seele
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12. November 2019

Ein Jahr Psychiatrisch-Psychosomatische Klinik Celle (Kopie 1)

Veröffentlicht am Mittwoch, 10.08.2016
Zuletzt geändert am Montag, 06.05.2019

Messbare Erfolge

Seit August 2015 besteht die Psychiatrisch-Psychosomatische Klinik in Celle mit zwei Stationen, der Tagesklinik und der Psychiatrischen Institutsambulanz. Bei der Eröffnung im August 2014 waren die Bauspuren noch zu sehen. Mittlerweile sind auch die Außenanlagen fertig, eine Lichtblume, Wahrzeichen des Klinikum Wahrendorff, leuchtet seit Januar 2016 neben dem Gebäude. Direkt nach der feierlichen Einweihung am 14. August 2015 lief der Klinikbetrieb erfolgreich an. „Der Bedarf an unseren Behandlungsangeboten ist so groß, dass wir praktisch stets voll belegt sind“, sagt die Leitende Ärztin Dr. Juliane Liersch. 

Messbar besser und messbar mehr

„Messbar mehr“ und „messbar besser“ sind die Schlagworte, unter denen die Klinik vor einem Jahr angetreten ist. Messen lassen sich Behandlungserfolge unter anderem an der Verweildauer der Patienten. Bei den stationär aufgenommenen Patienten betrug die durchschnittliche Verweildauer zwischen August 2015 und dem 1. Juli 2016 18,3 Tage. Damit liegt die Celler Klinik deutlich unter dem Bundesdurchschnitt, der (Stand 2012 ) 23,2 Tage betrug. „Unter anderem ist unsere engmaschige Verbindung von stationären und teilstationären Angeboten sowie die Nachsorge in unserer PIA für die schnellere Genesung verantwortlich. Zum anderen trägt das breitgefächerte Angebot an Therapieformen sowie die enge Zusammenarbeit mit dem Klinikum Wahrendorff zu den Verbesserungen bei“, so die Leitende Ärztin. Zwischen dem 1. August 2015 und dem 30. Juni 2016 wurden insgesamt 1274 Patientinnen und Patienten behandelt. Davon begaben sich 942 Patientinnen und Pateinten in stationäre Behandlung, 333 Patientinnen und Patienten besuchten die Tagesklinik.

Gute Vernetzung und Fortbildung

Die Klinik verfügt über ein gutes Netzwerk und vielfältige Kooperationen im Celler Raum. Da ist zu allererst die enge Zusammenarbeit mit dem AKH. Mit der Polizei und den Einsatzkräften der Rettungsleitstelle besteht ein regelmäßiger Austausch. Die Suchtberatung der Psychosozialen Beratungsstelle hält regelmäßige Termine in den Räumen der Tagesklinik ab. Notfallsanitäter können ihr Anerkennungspraktikum im Klinikum ableisten, „ ein Angebot, das sehr gern angenommen wird“, betont Pflegedienstleiterin Inken Bartsch. Die Johanniter wiederum geben regelmäßig Erste–Hilfe-Kurse im Klinikum. Überhaupt liegt ein großes Augenmerk auf internen Fortbildungen. „Psychiatrie ist ein besonders spannender Arbeitsbereich. Wir unterstützen die professionelle und engagierte Arbeit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch durch differenzierte Schulungen und vielfältige Möglichkeiten der Weiterbildung“, sagt Chefarzt Prof. Dr. Marc Ziegenbein. Dafür, dass die Weiterbildung gut in den Arbeitsalltag eingebunden werden kann, sorgen innovative Ideen. Pflegedienstleiterin Inken Bartsch hat ein Kurzfortbildungsprogramm eingeführt, in dem Sie zusammen mit den Stationsleiterinnen Melanie Piller und Tjorven Warnking zu ausgewählten Themen referiert. 

Auch Orientierungspraktikanten, Medizinstudenten, die ihr verpflichtendes Praktikum, die Famulatur, in der Psychiatrisch-Psychosomatischen Klinik absolvieren sowie Duale Studenten des Fachs Health Management, die den Praxisteil ihres Bachelor-Studiums teilweise hier leisten, belegen die Vernetzung in Schulen und Hochschulen der Region. Betreut werden die Bachelor-Studenten professionell von Verwaltungsleiterin Nina Prothe, die selbst Health Management studiert hat.

Räume für die Seele

Der Ausbau des oberen Stockwerks, in dessen Rohbau 2015 die Einweihungsfeierlichkeiten stattgefunden haben, soll im späten Herbst 2016 beginnen. Entstehen wird eine Erweiterung der Tagesklinik sowie eine zusätzliche Station. Hier liegt ein Augenmerk auf den Wahlleistungen, die in einer Komfortstation Privatpatienten einen Aufenthalt im gehobenen Hotelstandard ermöglichen. „Auch hier tragen wir einem wachsenden Bedarf Rechnung“, so Geschäftsführer Dr. Rainer Brase. „Unser Leitsatz ‚messbar mehr und messbar besser‘ drückt sich in der innovativen und erfolgreichen Behandlung ebenso aus, wie in den modernen Räumlichkeiten im sehr guten Hotel-Standard.“ Das Krankenhaus für die Seele unterscheidet sich auch in der ästhetischen Ausgestaltung mit modern eingerichteten Zimmern, ansprechenden Aufenthaltsräumen, Kunst an den Wänden und regelmäßigen Wechselausstellungen von anderen Kliniken. „Neben der individuellen und erfolgreichen Behandlung sowie den guten Therapieerfolgen ist es für die Genesung auch wichtig, dass sich die Patienten wohlfühlen“, ergänzt Chefarzt Prof. Dr. Marc Ziegenbein.

„Das ganze Team unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Marc Ziegenbein, der Leitenden Ärztin Dr. Juliane Liersch , Oberärztin Dr. Claudia Wenzel sowie von Pflegedienstleiterin Inken Bartsch, Stationsleiterinnen Tjorven Warnking und Melanie Piller sowie Verwaltungsleiterin Nina Prothe hat in diesem ersten Jahr sehr gute, überzeugende Arbeit hier vor Ort für die Patientinnen und Patienten geleistet. Es freut mich, dass wir nicht nur eine große Versorgungslücke schließen konnten, sondern dass unsere Arbeit hier auch messbar sehr gut und erfolgreich ist“, betont Geschäftsführer Dr. Rainer Brase.

Pressefotos

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