Das Fachkrankenhaus für die Seele
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22. November 2019

Besondere Auszeichnung für das Klinikum Wahrendorff

Veröffentlicht am Montag, 03.08.2015
Zuletzt geändert am Donnerstag, 09.05.2019

Qualitätsoffensive in der ärztlichen Weiterbildung wird mit Zertifikat belohnt

Bis 2020 gilt das Zertifikat für das Klinikum Wahrendorff als Weiterbildungszentrum für Psychiatrie und Psychotherapie gemäß den Richtlinien der Europäischen Fachgesellschaft (UEMS)

Sehnde/Ilten, 04. August 2015

Unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Wolfgang Becker ist die Klinik für Allgemeinpsychiatrie am Klinikum Wahrendorff  als Weiterbildungszentrum für Psychiatrie und Psychotherapie gemäß den Richtlinien der Europäischen Fachgesellschaft (UEMS) zertifiziert. In Hannover und der Region ist diese Auszeichnung einmalig, in Niedersachsen verfügt nur das Universitätsklinikum Göttingen über ein solches Zertifikat und in ganz Norddeutschland gibt es nur zwei weitere Einrichtungen, eine in Hamburg und eine weitere universitäre Einrichtung mit dem Universitätsklinikum am Standort in Lübeck. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) stellte das Zertifikat nun für die Dauer von fünf Jahren aus.

"Die Zertifizierung erhöht unsere Attraktivität als Weiterbildungseinrichtung deutlich und wirkt dem Nachwuchsmangel entgegen. Sie ist ein Ergebnis einer umfassenden Qualitätsoffensive in den Einrichtungen des Klinikum Wahrendorff. Dafür stehen neben dem Zertifikat auch die sehr guten Ergebnisse unserer kontinuierlichen Patientenzufriedenheitsbefragungen", fasst Dr. Rainer Brase, Geschäftsführer des Klinikum Wahrendorff, zusammen. Eine qualitätsvolle Versorgung und Behandlung von seelisch erkrankten Patienten benötigt kompetente und exzellent ausgebildete Fachkräfte. Eine Investition in die Ausbildung ist eine Investition in die Qualität der Versorgung.

"Dr. Becker hat sich in seiner medizinischen Laufbahn immer einer sehr guten, strukturierten und fundierten Weiterbildung verpflichtet gefühlt und das Thema in unserem Klinikum weit vorangetrieben", so Dr. Brase. "Er hat in unserem Haus die Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie bestmöglich auf ihren Beruf vorbereitet."

Die Kommission der DGPPN besichtigte und überprüfte das Klinikum vor Ort und führte etliche Interviews durch. Im Fokus standen dabei das Weiterbildungskonzept, der Einsatz der Assistenzärzte auf den Stationen, die Dokumentation und klinischen Standards, Arbeits- und Ruhebereiche und die Sicherheitsstandards. Nach Auswertung der Unterlagen, Gespräche und Besichtigungen bescheinigte die Kommission ein sehr gutes Weiterbildungsniveau, sehr gute Arbeitsbedingungen der Assistenzärzte, eine gute Durchführung der Psychotherapieausbildung und gute Supervision. Das allgemeine Arbeitsklima sowie der Kontakt und die Präsenz der Leitung wurden als hervorragend eingeschätzt.  

Am Klinikum können Assistenzärzte die volle Weiterbildung zum Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie absolvieren. Ergänzt wird das Angebot um die Schwerpunktbereiche Gerontopsychiatrie und Suchtmedizin. Die Ermächtigung zur Weiterbildung zum Facharzt Psychosomatische Medizin und Psychotherapie wird in Kürze beantragt.

Die transkulturellen und sehr gut auch mehrsprachig besetzten Therapiebereiche, die Psychotraumatologie, eine Männer-Tagesklinik sowie die Angebote für Menschen in der Adoleszenz, also in der Übergangsphase vom Kindes- und Jugend- ins Erwachsenenalter stehen ebenfalls für die Weiterbildung zur Verfügung. Die Prüfungskommission bezeichnete diese Bereiche als sehr gut aufgestellt. Und sie sind in der psychiatrischen und psychotherapeutischen Kliniklandschaft etwas Besonderes.

"In den letzten zehn Jahren haben sich viele Möglichkeiten zur Erforschung der Ursache und Entstehung seelischer Erkrankungen ergeben. Und es ist eine Vielzahl neuer diagnostischer und therapeutischer Optionen hinzugekommen. Um die Versorgung von Menschen mit seelischen Erkrankungen auch zukünftig auf höchsten Niveau zu gewährleisten, müssen Ärzte ausgebildet werden, die ihre Patienten nach den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen und Methoden  behandeln können", formuliert PD Dr. med. Iris Tatjana Graef-Calliess, Leitende Ärztin des Zentrums für Transkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie und des Bereiches Forschung und Entwicklung, die Gründe für die Qualitätsoffensive im Klinikum Wahrendorff. 

Pressefotos, Gütesiegel und Urkunde zum Download und weitere Informationen unter: www.wahrendorff.de                                                                                                     

Redaktionsservice: Gerne arbeiten wir mit Ihnen gemeinsam an einer verstärkten öffentlichen Präsenz dieses Themas und stellen Ihnen Interviewpartner zur Verfügung oder bieten Ihnen weitere Hintergrundberichte an.                                                       

Pressemitteilung und Downloads

Typ Titel Dateigröße
Zertifikat 28 KB
Urkunde Zertifikat 41 KB
20150804_dgppn_zertifikat.pdf 47 KB