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21. September 2019

Einigung über neue Lohn- und Gehaltsgrundsätze

Veröffentlicht am Dienstag, 10.02.2015
Zuletzt geändert am Donnerstag, 09.05.2019

Betriebsvereinbarung prägt den Weg für ein zukunftsorientiertes Klinikum Wahrendorff und neue Arbeitsplätze

Sehnde-Köthenwald, 10. Februar 2015

Für rund 1.200 nichtärztliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikum Wahrendorff gelten rückwirkend zum 01. Januar 2015 neue Lohn- und Gehaltsgrundsätze. Gemeinsam sind Arbeitgeberseite und Betriebsrat in der letzten Januarwoche zu einem Abschluss gekommen.

„Unser Weg dahin war durch intensive Diskussionen und Verhandlungen mit dem Betriebsrat geprägt“, so Dr. Rainer Brase, Geschäftsführer des Klinikum Wahrendorff. „Es freut mich, dass wir zu einem gemeinsamen Ergebnis gekommen sind und dies in einer einvernehmlich beschlossenen Betriebsvereinbarung festgeschrieben haben.“

Alle nichtärztlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bekommen je eine Erhöhung der Monatsvergütung um jeweils  1,25 % zum 01.01.2015 und zum 01.01.2016.

Dies wird durch eine jährliche Sonderzahlung im Mai in Höhe von 500 € pro Vollzeitstelle ergänzt.

Die größte Mitarbeitergruppe im Klinikum, die dreijährig ausgebildeten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Pflege, erhält zusätzlich eine weitere zweiprozentige Erhöhung des Basisgehalts und somit rund 5 % mehr Gehalt.

Die neuen Vereinbarungen in der Lohn- und Gehaltsstruktur lassen Raum für Fort- und Weiterbildung, Einstellung weiteren Personals und notwendige Investitionen in die Substanz des Betriebes. Dafür steht insbesondere ein geplanter Klinikneubau am Standort Köthenwald. 

Die Verhandlungen waren beeinflusst von der insgesamt schwierigen Lage im deutschen Gesundheitswesen und der Pflegebranche. 42 Prozent der deutschen Krankenhäuser verzeichnet derzeit Verluste. Viele Krankenhäuser bauen Personal ab. Bei den niedersächsischen Krankenhäusern werden sogar zwei Drittel der Krankenhäuser das Geschäftsjahr 2014 mit einem existenzgefährdenden Abschluss beenden. Der Großteil der Kliniken und Pflegeunternehmen ist nicht in der Lage, ihre Preise den tatsächlichen Kosten anzupassen und somit dauerhaft attraktive Arbeitsplätze, insbesondere in der Pflege, zu schaffen.

„Unsere Patienten und Bewohner benötigen eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe Versorgung. Wir brauchen qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, insbesondere die Pflege zu einem anderen Stellenwert kommen zu lassen und dafür auch

finanzielle Rahmenbedingungen zu schaffen“, fasst Dr. Brase mit Blick auf die niedersächsischen  Verhandlungen mit Sozialhilfeträgern und Krankenkassen zusammen. Das Klinikum Wahrendorff hat in 2014 (in Vollzeitstellen ausgedrückt) 38 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Mit einem Klinikneubau in Celle, der Mitte des Jahres in Betrieb gehen wird, errichtet das Klinikum einen weiteren Standort und erspart vielen seelisch kranken Menschen weite Behandlungswege. In Celle entstehen 75 zusätzliche Arbeitsplätze.

Pressemitteilung und Downloads

Typ Titel Dateigröße
20150210_betriebsvereinbarung.pdf 28 KB