Das Fachkrankenhaus für die Seele
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18. November 2019

Tolle Mitarbeitende - toller Nachwuchs!

Veröffentlicht am Mittwoch, 02.05.2018
Zuletzt geändert am Mittwoch, 24.04.2019

Zukunftstag im Klinikum Wahrendorff: Von den 50 Schülern, die von 9:00 - 15:00 Uhr mehr über das Klinikum Wahrendorff und unsere Arbeit kennen lernen wollten, waren fast die Hälfte die Kinder unserer Mitarbeiter. Es war toll zu erleben, wie motiviert und neugierig diese mitmachten. Vieles wurde mit Begeisterung ausprobiert. Die Kinder haben sehr aufrichtig und ernsthaft zugewandt mit den Bewohnern gearbeitet und gesprochen – sehr klasse! Wir sind stolz.

Als wir das Kontingent für den diesjährigen Zukunftstag auf 40 Plätze begrenzten, wussten wir noch nichts von der großen Nachfrage, die auf uns zukommen würde. 

Schließlich konnten wir 50 Schülerinnern und Schülern einen Platz anbieten, während wir leider genauso vielen Interessierten absagen mussten.

25 Mädchen und 25 Jungs im Alter von 10 bis 16 Jahren erlebten einen Tag hinter den Kulissen der „Psychiatrie“ und lernten die unterschiedlichen sozialen Berufsbilder kennen, die sich im Klinikum zusammenfinden. Erschienen sind Schüler und Schülerinnen, vorwiegend aus den umliegenden Schulen im Alter zwischen 10 und 16. Fast die Hälfte sind Kinder von Mitarbeitenden oder deren Familienmitgliedern. Lilian (12), Marie (15) und Jason (12) wollten wissen, was Mama hier macht. Marie ist sogar öfter hier, weil ihre Mutter in der TK Geronto arbeitet. Viele der älteren Menschen, die dort betreut werden, freuen sich, wenn sie Mama abholen kommt und noch ein bißchen mit ihnen plaudert.

Der Tag im Klinikum Wahrendorff beginnt für die Schüler mit einem kurzen Film über die Einrichtung. Danach begrüßt Prof. Ziegenbein, Chefarzt und ärtzlicher Direktor. Er fragt, wessen Familie im Klinikum Wahrendorff arbeitet – fast die Hälfte der Finger geht hoch. Frau Kath stellt danach den Tagesablauf vor und was die Kinder erwartet. Es startet mit 4 Kleingruppen, in denen die Kinder sich und ihre Erwartungen vorstellen. Die Motivation ins Klinikum Wahrendorff zu kommen ist unterschiedlich: Kevin (10) interessiert sich für kranke Menschen, Matilda (12) lebt im Nachbardorf Höver und begegnet vielen Bewohnern, so dass sie neugierig darauf ist zu sehen und zu erfahren wie es „hier drin“ ist. Aber auch Lehrer gaben den Tipp für den Zukunftstag ins Klinikum zu gehen.

Die Heilerziehungspflegeklasse (HEP) des 2. Ausbildungsjahres an der APS – Akademie für Pflege und Soziales, der Tochterfirma des Klinikums, hat den Tag zusammen mit Mitarbeitenden und Führungskräften vorbereitet. Die HEP-Schüler haben einige Kennenlernspiele aber auch Fragen vorbereitet, z.B. wer denkt, dass die Menschen hier hinter verschlossenen Türen leben, die meisten älter als 50 oder gar gefährlich sind. Die Schüler stehen auf oder bleiben sitzen, um ihre Einschätzung anzuzeigen. 9 von 10 in der einen Runde bleiben stehen, als die Frage nach einem Berufswunsch im sozialen Bereich kommt. Die meisten begründen es mit dem Wunsch mit Menschen arbeiten zu wollen.

Eine Schülergruppe ist danach aktiv im Bereich der Tagesstrukturierenden Angebote. Für Menschen, die im Klinikum Wahrendorff leben gibt es die Möglichkeit arbeiten zu gehen, um den Tag sinnvoll zu füllen, einen Grund zu haben aufzustehen, andere Menschen zu treffen und etwas zu tun zu haben, was anerkannt wird – Selbstwertstärkend!