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18. September 2019

Vierter Platz bei den Norddeutschen Patientenmeisterschaften

Veröffentlicht am Mittwoch, 03.09.2014
Zuletzt geändert am Donnerstag, 09.05.2019

Fussballmannschaft aus dem Klinikum Wahrendorff feiert Erfolg

Ende August wurde in Bad Rehburg erneut die Norddeutsche Patienten-Fußballmeisterschaft  ausgespielt. Bewohner und Patienten des Klinikum Wahrendorff traten in den blauen Wahre Dorff-Trikots an und spielten in zwei Fünfergruppen, aus denen sich die ersten vier für die Endrunde qualifizieren konnten. Die Norddeutsche Patienten-Fußballmeisterschaft wird seit 1998 ausgespielt. Sporttherapeut Carsten Linke nominierte im Vorfeld elf Patienten und Bewohner.  Ihm stand Tjelle-Dagfinn Nolte zur Seite, der in der Sporttherapie seit dem 01. August 2014 sein Freiwilliges Soziales Jahr ableistet.  

Zu Beginn des Turniers traf die Wahre Dorff-Mannschaft auf Clausthal-Zellerfeld, den Vizemeister des vergangenen Jahres. Der Gegner war gespickt mit jungen Athleten und so geriet man nach sieben Minuten durch einen Konter mit 0:1 in Rückstand. „Wahrendorff konnte aber im direkten Gegenzug zurück schlagen. Das Tor war so etwas wie ein Befreiungsschlag und wir kamen immer besser ins Spiel“, so Carsten Linke. Das Team belohnte sich die starke Leistung weiter mit der 2:1 Führung. Kurz vor Schluss musste man leider noch den 2:2 Ausgleich hinnehmen.

In der zweiten Partie wartete der Gegner aus Bremen. Während des kompletten Spielverlaufs konnte sich keine Mannschaft so richtig durchsetzen, woraus ein gerechtes 0:0 resultierte. Nun stand das entscheidende Spiel um das Weiterkommen auf dem Programm. Ein Sieg gegen Hildesheim und das Viertelfinale würde rufen. Hochkonzentriert wollte man die Partie angehen, jedoch musste man schon nach zwei Minuten einem 0:1 Rückstand hinterher laufen. Der überragend wirkende Torwart aus dem Wahren Dorff  verhinderte einen höheren Rückstand. Seine Leistung motivierte die Mitspieler und brachte einen Torjäger hervor, welcher mit einem lupenreinen Hattrick das Spiel zu Wahrendorff Gunsten drehte. Durch das  3:1 konnte man den Einzug in das Viertelfinale feiern.

Das letzte Spiel war somit unbedeutend für das Weiterkommen, aber das Team wollte sich gegen den bis dahin ungeschlagenen Gastgeber aus Bad Rehburg eine gute Ausgangsposition für das Viertelfinale verschaffen. Die Hausherren verzweifelten zu Beginn an der starken Dreierkette des Klinikums Wahrendorff. Es kam sogar noch besser, denn nach schönem Zuspiel gelang die überraschende Führung für die Wahrendorffer. Allerdings konnte man den Vorteil nicht über die Zeit retten und musste erneut kurz vor Schluss den unglücklichen 1:1 Ausgleich hinnehmen. Mit dem Ergebnis der Vorrunde konnten alle hoch zufrieden sein, die Mannschaft verkaufte sich sensationell und belegte den dritten Platz in der Gruppe B.

Nun stand die KO-Runde auf dem Programm und der nächste Kontrahent kam aus Brauel. Die Nervosität war der Mannschaft deutlich anzumerken, was aber auch verständlich war, da man nur noch zwei Siege von der Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften entfernt war. In der Anfangsphase konnten sich alle Feldspieler erneut bei ihrem Mann zwischen den Pfosten bedanken, der mit seinen Paraden die Mannschaft im Spiel hielt.

Zwei Minuten vor dem Ende war es dann ein Wahrendorffer Goalgetter, der mit seinem vierten Turniertor den 1:0 Endstand erzielen konnte. Mit dem Erreichen des Halbfinals konnte man jetzt schon den größten Erfolg einer Patientenmannschaft verbuchen.

Im Halbfinale ging es dann erneut gegen den Gastgeber aus Bad Rehburg. Der Gegner war durch das Unentschieden in der Gruppe gewarnt und setzte die Mannschaft aus Sehnde von Beginn an unter Druck. Nach vier Minuten lag man mit 0:1 zurück. Auch im weiteren Verlauf der Partie kam die Wahrendorff-Mannschaft leider nicht mehr richtig ins Spiel und Bad Rehburg erzielte wenige Minuten vor Schluss das spielentscheidende 2:0. Das Spiel um Platz 3 wurde unglücklich erst im Elfmeterschießen verloren.

Die Freude konnte durch diese knappe Niederlage aber nicht getrübt werden, denn am Ende stand der größte Erfolg einer Fußballmannschaft des Klinikum Wahrendorff fest. Erst gab es den Pokal für den hervorragenden vierten Platz und dann wurde der Wahrendorffer Keeper zum besten Torhüter des Turniers gewählt. „Das Turnier zeigte erneut, wie positiv Sport auf kranke Menschen einwirken kann. Der Erfolg resultiert aus einer gemeinschaftlichen Leistung, auf die alle sehr stolz sein können“, so Linke.