Das Fachkrankenhaus für die Seele
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19. August 2017

Was behandeln wir?

Wir sind da, wenn die Seele leidet. Viele Menschen erleben über eine kurze Zeit leichte Stimmungsschwankungen. Oft gehen diese Symptome vorbei, die Schwankungen bilden sich von selbst zurück und werden von den Betroffenen nicht als Krankheit erlebt. Verstärken sich jedoch die Veränderungen im Fühlen und Denken, werden dauerhaft und beeinträchtigen das Alltagsleben, dann spricht man von einer Krankheit, die behandelt werden sollte. So können die betroffenen Menschen wieder störungsfrei an einem geregelten und gesunden Alltag teilnehmen.

In unserer Klinik bieten wir Behandlung und Hilfe bei allen psychiatrischen Erkrankungen. Dazu gehören zum Beispiel affektive Erkrankungen wie Depressionen oder Manie. Außerdem Angsterkrankungen und psychotische Krankheitsbilder wie schizophrene Erkrankungen.

Außerdem finden Patienten mit Persönlichkeitsstörungen bei uns Behandlung und Hilfe. Bei diesen schweren Störungen der Persönlichkeit und des Verhaltens sind bestimmte Merkmale der Persönlichkeitsstruktur in besonderer Weise ausgeprägt, unflexibel oder wenig angepasst. Menschen mit diesen Erkrankungen erleben ihre persönliche und soziale Funktions- und Leistungsfähigkeit als sehr eingeschränkt. Zu diesen Erkrankungen gehören zum Beispiel schizoide oder paranoide Störungen, passiv-aggressive oder dissoziale Persönlichkeitsstörungen.

Darüber hinaus behandeln wir auf einer unserer Stationen auch gezielt Jugendliche und junge Erwachsene.

Transitionspsychiatrie

Allgemeinpsychiatrisches Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 16 und 25 Jahren

Für junge Menschen am Übergang zum Erwachsensein haben wir ein eigenes Behandlungskonzept in der Allgemeinpsychiatrie, das auf die besonderen Bedürfnisse und Anforderungen der Altersgruppe 16 bis 25 Jahre zugeschnitten ist. Die unterschiedlichen Reifungsprozesse und Entwicklungsbedingungen werden hier spezifisch berücksichtigt. Wir behandeln zum Beispiel affektive Störungen wie Depressionen und Ängste, aber auch Psychosen, Zwangsstörungen, Asperger Syndrom und alle altersbedingten Entwicklungsschwierigkeiten.

Der Übergang vom Jugend- in das Erwachsenenalter stellt für jeden Menschen eine große Herausforderung dar. Diese Phase geht nicht nur mit einer biologischen Reifung einher, sondern wird auch von einer Reihe psychosozialer Veränderungen geprägt. Hierbei kann es zu Krisen und psychischen Erkrankungen kommen, welche die Betroffenen unter Umständen ihr gesamtes Leben begleiten. Diesen spezifischen Bedürfnissen der psychisch erkrankten Heranwachsenden werden wir durch unser mehrstufiges Angebot  gerecht. 


An wen richtet sich das Angebot?

Das Angebot richtet sich an Heranwachsende im Alter von 16 bis etwa 25 Jahren, die sich einerseits mit ihren besonderen Themen (noch) nicht in den psychiatrischen Angeboten für Erwachsene zurechtfinden können und sich andererseits nicht mehr im Angebot der Kinder- und Jugendpsychiatrie aufgehoben fühlen.


Welche Angebote gibt es?

Stationäres Angebot:

In der Juliane Wahrendorff Klinik gibt es eine eigene Station für die Altersgruppe der 16- bis 25jährigen. Hier finden Jugendliche und junge Erwachsene Hilfe bei psychiatrischen Problemen und Erkrankungen.

Für die stationäre Aufnahme ist ein Vorgespräch in unserer Sprechstunde für junge Erwachsene sowie die Überweisung durch einen niedergelassenen Arzt nötig.

Ambulante Angebote:

Offene Sprechstunde für junge Erwachsene, die sich zur Zeit in einer Krise befinden und Beratung suchen, welche Behandlung für sie richtig sein könnte und welche Möglichkeiten ihnen zur Verfügung stehen. Die Sprechstunde findet jeden Mittwoch nach vorheriger Anmeldung beim Aufnahmemanagement unter Tel.:  05132 90 2929 statt.

Ambulante Gruppentherapie einmal wöchentlich in Hannover zur Nachsorge nach einem stationären Aufenthalt. Der Zugang zur ambulanten Gruppe wird mit der Entlassung aus der Klinik geregelt.

Wohnen im Übergang:

In zwei soziotherapeutischen Wohngemeinschaften werden die jungen Erwachsenen beim Übergang vom stationären Aufenthalt in die autonome Lebensführung unterstützt. Die Bewohner können ihr eigenes Leben führen, sich auf den Auszug und die Eingliederung in das Leben außerhalb der Klinik vorbereiten.