Das Fachkrankenhaus für die Seele
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20. Oktober 2017

Tag der offenen Tür in der Tagesklinik Linden - 18.10.2017 (14:00 Uhr)

Donnerstag, 12.10.2017

Zentrum Transkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie - Interkulturelle Öffnung des Gesundheitssystems

Millionen von Menschen sind weltweit auf der Flucht vor Krieg, Gewalt, Hunger und Menschenrechtsverletzungen. Das stellt auch in Deutschland eine enorme Herausforderung für die medizinische Versorgung dar. Insbesondere das psychiatrisch-psychotherapeutische Versorgungssystem steht vor großen Aufgaben, denn viele Flüchtlinge haben traumatisierende Erfahrungen gemacht und Trauma-Folgestörungen entwickelt oder leiden an anderweitigen seelischen Erkrankungen.

„Wir möchten das Gesundheitswesen mit unseren Angeboten weiter interkulturell öffnen“, lädt PD Dr. med. Iris Tatjana Graef-Calliess, Leitende Ärztin des Zentrums Transkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie im Klinikum Wahrendorff, in die Tagesklinik Linden, Schwarzer Bär 8, in Hannover, ein. Mit einem Tag der offenen Tür am Mittwoch, 18. Oktober 2017, ab 14.00 Uhr, soll sozialen Einrichtungen, Ärzten, Therapeuten, Nachbarn und weiteren Interessierten die Möglichkeit gegeben werden, die Räumlichkeiten, das Therapieangebot und die Mitarbeitenden der Tagesklinik in Hannover-Linden kennen zu lernen. Auf dem Programm stehen halbstündige Führungen, die Vorstellung des Behandlungsangebotes der Arbeit mit traumatisierten Flüchtlingen, ein Workshop und ein Kulturtreff kulinarischer und musikalischer Art.

Das Zentrum Transkulturelle Psychiatrie und Psychotherapie zeichnet sich durch das Vorhalten der gesamten Behandlungskette für Patienten mit Migrationshintergrund aus. Neben einem vollstationären Angebot (Klinik) am Standort Sehnde-Ilten stehen in der Mitte der Landeshauptstadt Hannover im Stadtteil Linden eine große Tagesklinik (teilstationär) und eine Psychiatrische Institutsambulanz für das ambulante Angebot zur Verfügung. Das Konzept sieht eine konsequente Integration der transkulturellen Psychiatrie in die Regelversorgung vor. „Dazu werden in allen Settings sowohl Patienten mit als auch ohne Migrationshinter-grund behandelt, um eine Gettoisierung zu vermeiden“, beschreibt PD Dr. med. Graef-Calliess das übergeordnete Ziel der Behandlungskonzepte. Multikulturelle Behandlungsteams mit vielfach zweisprachigen Mitarbeitenden in allen Berufs-ruppen leisten kultursensible Arbeit mit einer transkulturellen Haltung.


Pressemitteilung

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20171011_PM_Tag_der_offenen_Tür_TK_Linden.pdf35 Kb